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Freitag, 1. November 2019

Der keltische Jahreskreis - Samhain

Hallo Ihr Lieben !

Je mehr ich mich mit dem Thema Heilkräuter beschäftige, desto öfter komme ich in Berührung mit der Geschichte der Kelten. Der Ausdruck "die Kelten" ist eigentlich nicht ganz richtig. Wie ich gelernt habe, gab es viele verschiedene keltische Stämme, die sich unterschiedlich entwickelt haben. Unser heutiges "Wissen" über die Kelten basiert auf Vermutungen, da es in dieser Kultur keine Schrift gab und somit auch keine schriftlichen Überlieferungen vorhanden sind. Da ich das Thema sehr spannend finde, möchte ich es hier mit Euch teilen.
Damit es mit so viel Text nicht langweilig wird, habe ich Euch Fotos vom Wiener Zentralfriedhof mitgebracht, die ich letzte Woche bei schönstem Herbstwetter gemacht habe.

Aber nun zurück zu "den Kelten". In den verschiedensten Büchern, die ich im Zuge meiner Kräuterausbildung gelesen habe, gibt es immer wiederkehrende Aufzeichnungen über den Jahreskreis der Kelten.

Bei diesem Jahreskreis handelt es sich um ein achtspeichiges Rad. Die vier Hauptspeichen richten sich nach der Sonne, hier sind Tag- und Nachtgleichen sowie Sonnenwenden die wichtigen Daten. Die nochmalige Unterteilung dieser Viertel richtet sich nach dem Mond.


Die Göttin und ihr Gefährte belgeiten die Kelten durch das Jahr und verändern dabei laufend ihre Gestalt. So erklärten sich die Kelten den Wechsel der Jahreszeiten.


Das Keltenjahr, wie übrigens auch das Hexenjahr, beginnt zu Samhain. Das wurde von 31.10. bis 1.11.  bzw. 2.11. gefeiert. Dieses Fest bezeichnet das Ende des landwirtschaftlichen Jahres und den Beginn der dunklen Jahreszeit.


Samhain fällt in die dunkle, nebelige Zeit, die Zeit der Jagd und des Schlachtens, des Todes. Einer  Legende zufolge, soll der Sonnenhirsch vom Totengott und Jäger (Samain) erlegt worden sein, weshalb die Sonne verschwindet. Samains Gefährtin ist nun die dunkle Göttin Morrigan.


Zu Samhain verschwinden die Grenzen der Welten, die Kelten glaubten daran, in dieser Nacht mit Toten reden und in die Anderswelt eintauchen zu können. Man stellte Lichter ins Fenster und die von maskierten Jugendlichen verkörperten Geister erbettelten sich Gaben. Aus Rüben wurden Wegleuchten für die Geister geschnitzt. Erst viel später kam der Kürbis aus Amerika zu uns.
Unser heutiges Halloween ist also keine "neue Erfindung" sondern ur-alte Tradition.

Geblieben ist uns auch Allerheiligen und Allerseelen, an welchen wir uns an unsere lieben Verstorbenen erinnern.

Ich hoffe, mein Versuch einer Erklärung war nicht zu verwirrend. Wenn Euch das Thema interessiert, versuche ich gerne, auch die anderen Feste des keltischen Jahreskreises ein bisschen vorzustellen - wenn es so weit ist.

Außerdem möchte ich noch darauf hinweisen, dass ich meine Informationen aus verschiedenen Büchern von Wolf-Dieter Storl, dem Buch "Erdenfrau" und meinen Kursunterlagen vom Kräuterkurs zusammengesucht habe. Sollte ich etwas falsch verstanden oder falsch wiedergegeben haben, scheut euch bitte nicht, mir dies zu sagen.

Ich wünsche Euch noch einen ruhigen, besinnlichen Allerheiligentag,

bis bald, liebe Grüße
Karen

PS: Werbung unbezahlt und herzlich gerne

Kommentare:

  1. Servus Karen, Kelten, Germanen aber auch die nordische Mythologie um Thor interessieren mich auch sehr. Sind doch alles irgendwie unsere europäischen Ahnen.
    Lg aus Wien

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  2. Sehr interessant! Da lese ich gerne bei dir weiter. Ich habe im letzten Jahr mir das Buch Rauhnächte gekauft und wirklich wenig erst gelesen. Mir fehlt da momentan noch die Ruhe zum intensiven Lesen. Ebenso finde ich das Räuchern als Tradition sehr schön und hat auch seine beruhigende und reinigende Wirkung (wie ich bei Rita Blog: Mit Hand&Herz) lesen konnte. Leider gibt es bei uns solche Traditionen gar nicht.
    Liebe Grüße
    Tina

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  3. Hallo Karen
    Das ist sehr interessant zu lesen, hab mich bis jetzt nicht in die Kelten hineingelesen aber ich glaube das sollte ich einmal tun.
    Liebe Grüße Maria

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  4. Liebe Karen,
    herzlichen Dank für diesen interessanten und informativen Post! Einiges davon war mir auch noch unbekannt!
    Ich wünsche Dir ein wundervolles Wochenende!
    ♥️ Allerliebste Grüße, Claudia ♥️

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  5. Liebe Karen,
    vielen Dank für die interessanten Informationen und besonders auch für die tollen Fotos.
    Friedhöfe sind doch irgendwie Kulturdenkmäler. Wenn ich heute die immer leerer werdenden Friedhöfe sehe, finde ich es sehr traurig, dass es kaum noch schöne Grabstellen gibt, die die letzte Heimat der Toten, aber auch ein Ort für die Lebenden zur Erinnerung bleiben.
    Nichtsdestotrotz wünsche ich mir selbst auch eher ein Grab im Friedwald, als in einem Mausoleum.
    Herzlicher
    Claudiagruß

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